Cluster Kopfschmerz

Was genau ist ein Cluster kopfschmerz? Die Definition

Als Cluster-Kopfschmerz, werden Kopfschmerzen gekennzeichnet, die anfallsartig, sehr stark und konstant, einsseitig als Attacken auftreten. Die Kopfschmerzattacken treten periodisch stark gehäuft, im Wechsel mit beschwerdefreien Intervallen unterschiedlicher Länge auf. Menschen die bereits Migräne haben wissen was dies bedeutet.

Cluster Kopfschmerzen
Cluster Kopfschmerzen

Ursachen der Kopfschmerzen

Die Ursachen für Cluster-Kopfschmerzen sind bis heute noch nicht geklärt. Scheinbar werden jedoch, die Häufigkeit und das Auftreten der Kopfschmerzattacken, durch jahres- und tageszeitliche Einflüsse beeinträchtigt. Aufgrund dieses Phänomens und der Ergebnisse bildgebender Verfahren, werden die auslösenden, neuronalen Vorgänge in den chronobiologischen Steuerungszentren des Hypothalamus angesiedelt.

Schmerzattacken können durch den Genuss von Nikotin, oder Alkohol, oder der Gabe von Nitroglycerin provoziert werden. Des Weiteren sind noch viele weiter mögliche Auslöser bekannt. Diese Auslöser werden als Trigger bezeichnet und sind bei den Patienten individuell sehr unterschiedlich.

Epidemiologie

Unter den Kopfschmerzerkrankungen ist der Cluster-Kopfscherz ist eine der selten auftretenden Krankheiten, von der in Deutschland hauptsächlich Männer zwischen 30 und 40 Jahren betroffen sind. Das Verhältnis von erkrankten Männern, zu erkrankten Frauen beträgt 3:1.

Die Symptome des Clusterkopfschmerz

Cluster-Kopfschmerz ist ein sehr starker Schmerz, der einseitig frontotemporal, mit einer maximalen Schmerzprojektion auf den Raum hinter der Orbita, lokalisiert ist. Die Dauer der Schmerzattacken liegt jeweils zwischen fünfzehn Minuten und drei Stunden und sie können bis zu achtmal am Tag auftreten. Typisch für den Cluster-Kopfschmerz ist, dass dieser in den frühen Morgenstunden auftritt. Oft finden die Attacken zu einer bestimmten Zeit wiederkehren statt.

Von Cluster-Kopfschmerz Betroffene, erwachen bei dem Einsatz des Schmerzes und verspüren diesen als sehr qualvoll und intensiv. Häufig setzten die Kopfschmerzen einen starken Bewegungsdrang während der Attacken in Gang.

Während der Kopfschmerzphasen treten auf der gleichen Seite, ipsilateral, charakteristische vegetative Begleitsymptome auf, die diagnostisch wegweisend sind:



• Lidödem

• Hyperhidrosis im Gesicht (betont an der Stirn)

• Lakrimation, verstärkter Tränenfluss

• verstärkte Gefäßzeichnung der Konjunktiva

• Horner Syndrom

• Rhinorrhö, Anschwellen der Nasenschleimhaut

Bei den meisten der Krankheitsfälle, treten die Schmerzattacken über Wochen, bis Monate regelmäßig, täglich, auf, dies wird dann von einem Monate, bis Jahre andauernden beschwerdefreien Intervall gefolgt. Diese Form des episodisch auftretenden Cluster-Kopfschmerzes wird als zeitlicher Cluster bezeichnet. Bleiben die beschwerdefreien Intervalle aus, so wird dies als chronischer Cluster-Kopfschmerz bezeichnet.

Diagnostik: Cluster-Kopfschmerz – was kann ich tun?

In einer ausführlichen Anamnese schildert der Patient, dem Arzt, den Ablauf der Schmerzattacke und gibt Auskunft über eine Provozierbarkeit, soweit diese bekannt ist. Nach Möglichkeit stützt sich die Diagnose auch auf eine direkte Beobachtung des Anfallgeschehens. Durch eine Anwendung mit Nitroglycerin, beispielsweise sublingual, kann bei der Hälfte der Patienten ein Anfall, erfolgreich provoziert werden.

Die Therapie bei einem Cluster-Kopfschmerz

Im Falle einer Schmerzattacke hat sich die Versorgung des Patienten, mit der Gabe von einhundertprozentigem Sauerstoff, 8-15 l/min, für 15 Minuten, über eine Hochkonzentrationsmaske bewährt. Im Gegenzug hierzu hat sich der Einsatz einer Nasensonde als wirkungslos herausgestellt, da die benötigte Durchflussmenge nicht erreicht wurde. Erleichterung kann ebenso ein Lokalanästhetikum, zum Beispiel Lidocain, als Nasenspray, verschaffen.

Zur Kupierung des Anfalls wird auch Sumatriptan oder Zolmitriptan eingesetzt. Diese Substanzen sollten subkutan oder nasal appliziert werden, da die Wirkung bei oraler Medikaktion zu spät eintritt.

Bei einer chronischen Verlaufsform, oder während der Episoden, ist eine Prophylaxe mit Kortikoiden und, oder Verapamil indiziert. Bei Unwirksamkeit dieser Mittel, kommen als Alternative Topiramat, Methysergid oder Lithium in Frage. Andere vorbeugende therapeutische Optionen sind Melatonin, lange wirksame Triptane (z.B. Naratriptan und Frovatriptan), Valproinsäure, Dihydroergotamin (DHE) i.v. oder Pizotifen. Sollte eine Substanz für sich allein nicht wirken, kann unter ärztlicher Beobachtung auch eine Kombination aus mehreren Mitteln, getestet werden.

Symptome Cluster-Kopfschmerz

Cluster-Kopfschmerz äußert sich durch Symptome, wie halbseitigen, sehr starken Kopfschmerzen, der meist hinter einem Auge und im Bereich der Nasenwurzel sitzt. Die Attacken kommen plötzlich, ohne Vorboten. Häufig finden die Schmerzattacken in den frühen Morgenstunden statt und reißen den Betroffenen aus dem Schlaf. Die Schmerzattacken können zwischen 15 und 180 Minuten dauern, in der Regel dauern sie bei den meisten Patienten, zwischen 30 und 45 Minuten. Typische Begleitende Symptome von Cluster-Kopfschmerz sind Schwitzen im Gesicht, eine gerötete Bindehaut, eine laufende Nase, oder Tränenfluss. Diese Symptome treten auf der, selben Gesichtshälfte auf, auf der sich auch die Kopfschmerzen befindet.

Gegensätzlich zu einer Migräne, bei der Patienten das Bedürfnis haben, sich zurückzuziehen, sind Patienten, die unter Cluster-Kopfschmerz leiden, unruhig und zeigen einen regelrechten Bewegungsdrang. Auch Erbrechen ist bei Cluster-Kopfschmerz eher unüblich. Bei Cluster-Kopfschmerz tritt häufig das so genannte Horner Syndrom auf, das sich durch Symptome wie einen leicht in die Augenhöhle eingesunkenen Augapfel, Ptosis, ein herabhängendes Oberlid und Miosis, ein herabhängendes Oberlid äußert.

Die richtige Therapie bei Cluster-Kopfschmerzen

Cluster-Kopfschmerz ist eine sehr seltene Erkrankung. Es treten, meist im Bereich der Augen, extreme Schmerzen auf. Dieses Phänomen tritt immer einseitig auf. Als besonders belastend empfinden Patienten bei dieser Krankheit, dass die Schmerzen meist während des Schlafes einsetzen. Hierbei erwachen die Patienten von einem bohrenden, oder reißenden Schmerz im Kopf. Gerader der erste Anfall im Leben eines Betroffenen, löst einen regelrechten Schock aus, da dazu auch keine geeignete Behandlung greifbar ist.

Für den Arzt gestaltet sich die Diagnose relativ einfach, da die Symptome sehr eindeutig sind. Sollten Zweifel bestehen, muss der Patient ein Schmerztagebuch führen, um das Ausmaß der Erkrankung zu erfassen. Um andere Krankheiten, wie beispielsweise einen Hirntumor auszuschließen, können auch weitere Untersuchungen nötig werden. Meist ist dies jedoch nicht der Fall.

Wie genau Cluster-Kopfschmerzen entstehen, ist nicht genau geklärt. Bekannt sind jedoch verschiedene Faktoren, die einen Anfall begünstigen können. Diese Auslöser werden als Trigger bezeichnet. Einige dieser bekannten Trigger sind grelles Licht, Zitrusfrüchte, Alkohol, Lärm, Käse und Schokolade. Die Auslöser sind jedoch von Patient zu Patient sehr unterschiedlich, bei einigen sind auch überhaupt keine Trigger für die Anfälle bekannt.

Mit dem heutigen Stand der Medizin, sind chronische, oder nicht chronische Cluster-Kopfschmerzen nicht heilbar, aber die Häufigkeit der Anfälle, lässt sich durch Vermeiden von Auslösefaktoren, deutlich reduzieren. Die Lebensqualität der Menschen die unter Clusterkopfschmerzen, lässt sich auch durch eine geeignete Akuttherapie, durchaus verbessern. Bei einem eintreten Anfall, kann durch das verabreichen von medizinischem Sauerstoff, innerhalb von 15 Minuten eine deutliche Linderung der Beschwerden erreicht werden. Patienten, bei denen die Sauerstoff Therapie keine Wirkung zeigt, werden meist ein Lokalanästhetikum, oder Migräne Schmerzmittel verabreicht.

Cluster-Kopfschmerzen – Die besten Tipps

Cluster-Kopfschmerzen sind extrem schmerzhafte, anfallsartig auftretende Kopfschmerzen, die immer eine Seite des Kopfes betreffen und meist im Augenbereich lokalisiert sind. Dennoch suchen viele Betroffene erst nach Jahren einen Arzt auf. Dies liegt zum Teil auch daran, dass Cluster-Kopfschmerzen episodisch Auftreten. Dies Bedeutet, dass zwischen den Anfällen, Monate oder auch Jahre, ohne Beschwerden liegen können. Ein Arzt, bestenfalls aus dem Fachbereich Neurologie, sollte aber mit dem ersten Auftreten, der extrem starken Kopfschmerzen aufgesucht werden, damit dieser eine Diagnose stellen und eine geeignete Behandlung einleiten kann.

Patienten die unter häufigen Cluster-Kopfschmerzattacken leiden, sind in ihrer Lebensqualität deutlich beeinträchtigt. Doch durch eine geeignete Therapie, mit der Vermeidung von persönlichen Auslösern, lässt sich die Anfallshäufigkeit deutlich reduzieren. Mit einer geeigneten Akuttherapie, können die Beschwerden eines Anfalls schnell gelindert werden und die Lebensqualität bleibt erhalten.

Hierbei ist zu beachten, dass sich Clusterkopfschmerzen weder mit normalen Schmerzmitteln, noch mit alternativen Heilmethoden, oder Akupunktur behandeln lässt. In der Schulmedizin lassen sich jedoch geeignete Behandlungsmethoden finden, bei denen aber auch der Patient seinen Beitrag leisten muss. So muss dieser seine Persönlichen Auslösefaktoren vermeiden, um eine Reduktion der Anfälle zu erreichen.

Die deutsche Kopfschmerzgesellschaft stellt zu diesem Thema, weitergehende Literatur und aktuelle Informationen zur Verfügung.



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