Formigran

FORMIGRAN®, Naratriptan

Zusammensetzung

Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Wirkstoff Naratriptan hydrochlorid 2,77mg

entspricht Naratriptan 2,5mg

Hilfsstoff Cellulose, mikrokristalline +

Hilfsstoff Lactose 94,07mg

Hilfsstoff Croscarmellose natrium +

Hilfsstoff Magnesium stearat +

Hilfsstoff Hypromellose +

Hilfsstoff Titandioxid +

Hilfsstoff Triacetin +

Hilfsstoff Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz +

Hilfsstoff Indigodisulfonsäure, Aluminiumsalz +



 

Anwendungsgebiete

– Migräneanfall

Suchen Sie Ihren Arzt auf beim erstmaligen Auftreten der Beschwerden und bei mehr als 3 Anfällen pro Monat.

 

Beschreibung

Der Wirkstoff in FORMIGRAN®, Naratriptan, unterscheidet sich von anderen Wirkstoffen, die rezeptfrei zur Behandlung von Migränekopfschmerzen eingesetzt werden. Naratriptan wirkt dort, wo der Migräneschmerz entsteht: Es verengt die geweiteten und entzündeten Blutgefäße in der Hirnhaut auf Normalgröße. Deshalb bekämpft FORMIGRAN® nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch andere typische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit. (Herstelleranzeige)

 

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff tritt mit speziellen Bindungsstellen im Körper, den sog. 5HT-1-Rezeptoren, in Kontakt. Durch diesen Kontakt werden folgende Reaktionen ausgelöst: die bei einer Migräne erweiterten Blutgefäße ziehen sich wieder zusammen und die Freisetzung von bestimmten Botenstoffen, die Schmerzen und Entzündungen auslösen, wird gestoppt.

 

Dosierung

Zur Akutbehandlung – einmalige Gabe:

Personenkreis Einzeldosis Gesamtdosis Zeitpunkt

Erwachsene 1 Tablette 1 Tablette zu Beginn des Anfalls

 

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

 

Dauer der Anwendung

Das Arzneimittel sollte nur einmalig pro Migräneanfall angewendet werden.

 

Art der Anwendung

Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

 

Überdosierung

Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Müdigkeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

 

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

 

 

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

– Magen-Darm-Beschwerden, wie:

– Übelkeit

– Erbrechen

– Schwindel

– Müdigkeit

– Schläfrigkeit

– Sehstörungen

– Bluthochdruck, der vorübergehend ist

– Pulsbeschleunigung

– Herzklopfen

– Pulserniedrigung

– Missempfindungen, wie:

– Kribbeln

– Wärmegefühl

– Schwere-, Druck- und Engegefühl

– Muskelschmerzen

– Unwohlsein

 

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

 

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Gegenanzeigen (Was spricht gegen eine Anwendung?)

Immer:

– Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

– Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)

– Prinzmetal-Angina (spezielle Form der Angina pectoris)

– Herzinfarkt in der Vorgeschichte

– Durchblutungsstörungen in der Hirnregion, auch in der Vorgeschichte (transitorische ischämische Attacke)

– Schlaganfall in der Vorgeschichte

– Spezielle Formen der Migräne (ohne Kopfschmerz), wie:

– Basilaris-Migräne (starker Schwindel, Sprach- und Sehstörungen)

– Familiäre hemiplegische Migräne (lange Auraphase, während der es zu halbseitigen Lähmungen kommen kann)

– Ophthalmologische Migräne (Störung der Augenmuskulatur)

– Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)

 

Unter Umständen – sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:

– Bluthochdruck

– Eingeschränkte Nierenfunktion

– Eingeschränkte Leberfunktion

– Mögliche Gefahr einer Gefäßverengung am Herzen, wie bei:

– Rauchen

– Nikotinersatztherapie

– Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin) bei Frauen in den Wechseljahren und Männern über 40 Jahren

– Übergewicht bei Frauen in den Wechseljahren und Männern über 40 Jahren

– Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) bei Frauen in den Wechseljahren und Männern über 40 Jahren

 

Welche Altersgruppe ist zu beachten?

– Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

– Ältere Patienten ab 65 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.

 

Schwangerschaft und Stillzeit

– Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.

– Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

 

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise

Was sollten Sie beachten?

– Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.

– Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel erzeugt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um zu verhindern, dass Ihre Kopfschmerzen chronisch werden.

– Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!

– Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!

– Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Propylenglycol (E-Nummer E 477)!

– Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!

– Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

 

Verwahrung

Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.

 



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