Das Medikament Novalgin im Test

Das Migräne Medikament Novalgin

Einleitung

Das Medikament Novalgin ist ein Schmerzmittel und kommt bei Fieber und starken Schmerzen wie beispielsweise Migräne und Kopfschmerzen zum Einsatz. Ebenso wird Novalgin zur Behandlung von krampfartigen Schmerzen, wie sie vor allem bei Koliken der Harn- und Gallenwege vorkommen eingesetzt. Auch bei Tumorschmerzen kann Novalgin zur Anwendung kommen. Obwohl die Wirkungsweise des Arzneimittels noch relativ unbekannt ist, wird es gerade in Deutschland häufig angewendet.

 

Anwendung von Novalgin

Novalgin / Metamizol wird fiebersenkend und ist ein starkes Schmerzmittel. Da es auch krampflösend ist, wird es hauptsächlich bei Harnwegs- und Gallenkoliken eingesetzt.

Dosierung von Novalgin

Novalgin kann bis zu viermal täglich eingenommen werden. Eine Einzeldosis beträgt 500-1000mg, bzw. 20-40 Novalgintropfen

 

Wirkungsweise von Novalgin

Bis heute wurde der genaue Wirkmechanismus des Medikaments noch nicht verstanden, was man bisher weiß ist, dass der Wirkstoff Novalgin das Enzym Cyclooxygenase, kurz: Cox, unselektiv und reversibel hemmt. Deshalb ist es wirkungsvoll gegen starke Schmerzen, speziell gegen die krampfartigen bei Harnwegs-, oder Gallenkoliken, die durch Hanweggssteine, oder Gallensteine verursacht werden. Ebenso ist Novalgin antipyretisch, also fiebersenkend.

Novalgin gehört zu den nicht-sauren nicht-steroidalen Schmerzmitteln (NSA). Im Gegensatz zu den saueren nicht-steroidalen Schmerzmitteln wie Diclofenac, Ibuprofen und ASS fehlen bei den nicht-sauren Schmerzmitteln wie Metamizol die typischen Nebenwirkungen der Cox-Hemmung. Desweiteren wirkt Novalgin nicht entzündungshemmend. Erklärt wird dies damit, dass die nicht-sauren Wirkstoffe nicht in die Entzündungsgebiete vordringen, in Entzündungsgebieten herrscht ein sauerer pH-Wert. Zu den Vorteilen von Novalgin zählt die Thrombozytenaggregation, die Fehlende Hemmung der Zusammenlagerung der Blutplättchen, es wird also nicht in das Gerinnungssystem eingegriffen. Außerdem schädigt Novalgin, wenn es nicht in zu hohen Dosen eingenommen wird, nicht die Nierenfunktion oder Magenschleimhaut.



Auf die Hemmung bestimmter Membrankanäle (ATP-abhängige Kaliumkanäle) wird die krampflösende Wirkung von Novalgin zurückgeführt. Außerdem wird ein abgeschwächter Einstrom von Kalcium in die glatten Muskelzellen vermutet.

Nebenwirkungen von Novalgin

Glücklicherweise selten, aber gefürchtet ist die Nebenwirkung Agranulozytose. Unter einer Agranulozytose versteht man einen starken Abfall der Anzahl einer bestimmten Untergruppe der weißen Blutkörperchen, den Granulozyten, dies kann zum Tode führen. Dabei bildet der Körper als Abwehrmechanismus Antikörper gegen die Granulozyten, dies wird als zytotoxische Immunreaktion bezeichnet. Zunächst treten uncharakteristische Symptome wie Krankheitsgefühle und Fieber auf. Hinzu kommen dann das Absterben (Nekrosen) von Zellen der Schleimhäute und Haut und Läsionen (Ulzerationen).

Wenn Novalgin als Infusion verabreicht wird, kann dies zu schweren Schocksymptomen führen. Novalgin muss also zwingend langsam infundiert werden. Als weitere Nebenwirkungen können Übelkeit und Erbrechen auftreten. Diese Nebenwirkungen treten gehäuft bei gleichzeitiger Gabe von Opioiden auf.

Applikation von Novalgin

Novalgin / Metamizol ist in folgenden Formen zur Einnahme erhältlich: Zäpfchen, Infusion/Ampullen, Tabletten, Brausetabletten, Tropfen

Kontraindikationen

Wenn bereits eine Unverträglichkeit oder eine Allergie gegenüber dem Wirkstoff beobachtet wurde, darf Novalgin nicht verabreicht werden. Weitere Gegenanzeigen sind ein Mangel eines bestimmten Enzymes (Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel) sowie Störungen bei der Produktion des roten Blutfarbstoffes (Porphyrie). Patienten, die bereits Störungen des Blutbildes aufweisen, sollten ebenfalls kein Metamizol/ Novalgin  zu sich nehmen. Schwangerschaft, Stillzeit und Säuglinge stellen weitere Kontraindikationen zur Einnahme von Metamizol dar.

Bei Fragen zu Novalgin sollte man sich an seinen Arzt wenden, dieser kann ausführliche Informationen zu diesem Medikament mitteilen.



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