Nasenspray gegen Migräne

Nasenspray bei Migräne, schnellere Wirkung als Tabletten

Für Patienten die unter Migräne leiden, hat eine schnelle und lang anhaltende Befreiung von den Kopfschmerzen die oberste Priorität. Dr. Astrid Eikermann (Essen) erläuterte in Rottach-Egern: „Ein Nasenspray mit dem Wirkstoff Zolmitriptan (AscoTop® Nasal, AstraZeneca) erfüllt diese Wünsche weitestgehend“. Der Einsatz von Nasenspray ist eine wirksame Alternative zur der Einnahme von Tabletten um den Kopfschmerz schnell loszuwerden. Triptane in Form von einem Spray zu verabreichen hat sich bei Migräne als sehr wirkungsvoll herausgestellt. Laut Studien setzt eine schmerzlindernde Wirkung bereits nach 15 Minuten ein. Im Blut ist der Wirkstoff, durch die Aufnahme über die Nasenschleimhäute, bereits nach zwei Minuten nachweisbar. Die Wirkdauer ist die gleiche, wie bei einer Tabletteneinnahme.



Patienten können mit dem sogenannten MIDAS, Migraine Disability Assessment Score den Schweregrad ihrer Erkrankung und ihre Befindlichkeitsstörungen im Alltag nach Punkten selbst bestimmen. Professor Hans-Christoph Diener (Essen) erklärt: „Bei mehr als zehn Punkten ist von Anfang an die Behandlung mit Triptanen zu empfehlen“. Bei leichteren Migräneattacken sollte zur Therapie gleich mit Einsetzen der Attacke, ein Mittel zur Anregung der Magen-Darm-Motorik und gegen die Übelkeit verabreicht werden, im Anschluss daran ein Arzneimittel gegen die Kopfschmerzen.

Im Gegensatz zu Männern leiden Frauen häufiger unter Migräne. Eine typische Migränepatientin ist zwischen 35 und 45 Jahren alt, berufstätig und aktiv. Professor Kar-Max Einhäupl (Charité Berlin) erklärt, dass die Auslöser für die Migräneanfälle sehr unterschiedlich, individuell und variabel seien. Triggerfaktoren, also äußere Einflüsse können zu einer Reizüberflutung führen, jedoch können auch bestimmte Nahrungsmittel Attacke auslösen.

Nasenspray gegen MigräneBis zu 72 Stunden kann eine Kopfschmerzphase andauern. Eine Migräneattacke kündigt sich durch Vorboten bei z.B. Stimmungsschwankungen oder Heißhunger an. Bei ungefähr 15 Prozent der Migränepatienten erleben zusätzlich eine Migränetypische Aura mit visuellen Erscheinungen. Hierbei treten Symptome wie Flimmern vor den Augen, oder Gesichtsfelddefekte auf. Eine komplexe Störung im Zusammenspiel des Gefäß- und Nervensystems des Gehirns gilt hierbei als Ursache. Ein Gendefekt konnte zumindest für eine spezielle Ausprägung der Migräne nachgewiesen werden. Genetische Ursachen für die allgemeine Migräne sind aber bisher schwer einzugrenzen.

Sumatriptan als Nasenspray

Als besondere Darreichungsform zu altbekannten Formen wie Filmtabletten, des Mittels Sumatriptan gegen Migräne ist die Verabreichung des Wirkstoffes über ein Nasenspray. Entwickelt wurde hierfür ein Behälter mit einer Einmaldosis zum Sprühen in ein Nasenloch, bei dem Auftreten einer Migräneattacke. Hierbei gibt es das Nasenspray mit zwei unterschiedliche Dosierungen mit 20mg und 10mg. Bei Erwachsenen wird das Nasenspray mit der Dosis 20mg empfohlen. Die Dosierung mit 10mg kann jedoch bei einigen Patienten, speziell für Kinder oder bei denen mit geringerem Körpergewicht ausreichend sein.



Bei wiederkehrendem Kopfschmerzen kann die Dosis erneut eingenommen werden, hierbei sollte jedoch ein zeitlicher Abstand von zwei Stunden eingehalten um auch die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten. werden. In Form eines Nasensprays führt Sumatriptan zu einer sehr schnellen Linderung der Migräne. Die Anwendung mit einem Nasenspray ist vielen Patienten lieber als die Einnahme von Tabletten oder der Einführung eines Zäpfchens.

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