Ursachen

Die Auslöser von Migräne Ursachen können sehr unterschiedlich sein. Sie unterscheiden sich auch von Patient zu Patient. Sie reichen von Medikamenten, bis hin zu Stress.

Migräne gehört zu den chronischen Krankheiten, sie geht mit Symptomen, wie einem mittleren, bis sehr starken, meist einseitigem Kopfschmerz einher. Oft treten auch Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen auf. Migräne kann auch mit einer so genannten Aura auftreten. Die genauen Ursachen einer Migräne, mit oder ohne Aura, sind der Medizin bis heute nicht bekannt, es gibt allerdings einige Theorien. Es sind mittlerweile auch viele Trigger bekannt, die Migräne auslösen können. Diese Trigger sind jedoch bei jedem Patienten verschieden. Von einem Arzt sollte zuerst eine Diagnose über den Zustand der Gesundheit gemacht werden.

Was sind die Ursachen von Migräne
Was sind die Ursachen von Migräne

Häufige Ursachen sind Schlafmangel und Stress, die bei einer unregelmäßigen Lebensweise auftreten können. Migräneattacken beginnen auch häufig mit einem so genannten Volumenmangel, dieser tritt ein, wenn der Patient zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen hat. Bei Frauen wird eine Migräne häufig durch das einsetzen der Monatsblutung ausgelöst, ebenso ist eine Reizüberflutung oft Auslöser einer Attacke. Wahrscheinlich sind Migräneattacken auch auf besondere Wetterlagen, beispielsweise Föhn, zurückzuführen. Aber auch bestimmte Medikamente, die Nitroverbindungen enthalten, können genauso wie Koffeinentzug, eine Migräneattacke begünstigen. Unregelmäßige Mahlzeiten und eine Unterzuckerung, die durch Hungern ausgelöst wird, sind bei manchen Menschen ebenfalls ein Trigger für Migräne.

Bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, welche Vorgänge im Gehirn die typischen Symptome einer Migräne bewirken. Es scheint jedoch so, dass bei einem Migräneanfall, einige Nervennetze übermäßig stark erregt sind. Auch der Stoffwechsel des Botenstoffs Serotonin, welcher auf die Blutgefäße wirkt und sie durchlässiger für bestimmte Moleküle macht, scheint verändert zu sein. Dies hat zur Folge, dass bei Migräne, die Wände der Blutgefäße des Gehirns gereizt sind und somit bestimmte Substanzen in Gewebe übertreten können. Es entsteht eine so genannte neurovaskuläre Entzündung mit Schmerzen. Die Weiterleitung der Schmerzen ist zusätzlich erleichtert, da der Botenstoff CGRP (Calcitonin-Gene-Related-Peptide) im Blut erhöht ist.

So entsteht Migräne im Laufe der Zeit

Bis heute konnten Ärzte und Forscher die genauern Ursachen einer Migräne nicht eindeutig klären, da die Auslöser und die Ausprägung der anfallsartig auftretenden Krankheit viel zu unterschiedlich und individuell sind. Es wird aber davon ausgegangen, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen, da häufig mehrere Familienmitglieder unter Migräne leiden. Gendefekte wurden bereits für eine Sonderform der Migräne, der familiär-hemiplegische Migräne identifiziert. Bei dieser Sonderform der Migräne kommt es zu einer vorübergehenden, halbseitigen Lähmung. Durch eine frühzeitige Diagnose können diese Symptome frühzeitig beschrieben werden. Nur durch das schnelle Handeln kann dem Patienten auch so geholfen werden.



In Deutschland setzten Wissenschaftler der Universität Kiel, in einem Test Gesunde, wie auch Migräne Patienten, einem unregelmäßig, wiederkehrenden Reiz aus. Bei den Migräne Patienten, blieb das Gehirn weiter unter Stress, während es sich bei den gesunden Versuchspersonen in den Ruhephasen normalisierte. Der Migräne Patient nahm die Reize intensiver wahr und verbrauchte mehr Energie. Wurde eine zusätzliche Belastung hinzugefügt, wie etwa bestimmte Nahrungsmittel, etwa Alkohol, oder psychischen Stress, kollabierte die Reizverarbeitung im Gehirn. Innerhalb kurzer Zeit produzierten die Nervenzellen eine Überdosis an Botenstoffen. Darunter auch Serotonin, besser bekannt, als das Glückshormon. Serotonin hemmt Entzündungsprozesse und verengt die Adern.

Als Gegenmaßnahme, beginnt der Körper mit dem Abbau dieser Überdosis und zwar so sehr, dass am Ende zu wenig Serotonin übrig bleibt. Der Leiter der Kieler Schmerzklinik Hartmut Göbel erklärt: „Das entstehende Leck wird für den Patienten zur Falle“. Da sich die Hirnhautgefäße weiten, werden sie durchlässig für gewebefeindliche Stoffe. An diesen Gefäßen entstehen kleine Entzündungen, die für den pochenden Schmerz im Kopf verantwortlich sind. Bis der Körper seine Schutzmechanismen gegen Entzündungen hochgefahren hat und diese wirkungsvoll arbeiten, können bis zu 72 Stunden vergehen. Dann lässt der Schmerz von alleine nach und eine Phase der Erschöpfung tritt ein. Göbel: „Das Gehirn braucht etwa zwei bis drei Tage, um sich zu erholen“.

 

Frauen leiden häufiger an Migräne, als Männer. Vermutlich liegt dies an dem hormonellen Zyklus. Die Schwankungen des Östrogenspiegels während des Monatszylus können Migräneattacken auslösen.

Der Verlauf einer Migräne wird von vielen Patienten in drei, bzw. vier Phasen wahr genommen

• Die Vorbotenphase beginnt etwa zwei Tage vor der Attacke. Das Gehirn steht zunehmend unter Spannung. Gereiztheit, Depressionen, aber auch hohe Motivation, Euphorie oder Konzentrationsfähigkeit kündigen den Anfall an.

• Wenige Stunden vor dem Schmerz setzt bei etwa jedem zehnten Migräne-Patienten die so genannte Auraphase ein. Neurologen stellten bei Patienten mit Aura-Syndrom fest, dass Areale im Hinterhirn schlechter durchblutet waren. Diese Mangelversorgung könnte für Sehstörungen, wie Flimmern oder Doppelbilder, Kribbeln, Sensibilitäts- oder Sprachstörungen verantwortlich sein, über die betroffenen Patienten klagen.

• Danach setzt die Schmerzphase ein.

• In der sich anschließenden Rückbildungsphase verschwinden die Symptome.

 

Die Ursachen von Migräne im Menschen

Botenstoffe im Gehirn

Wie einige Forscher vermuten, sind verschiedene Neurotransmitter bei der Entstehung einer Migräne von entscheidender Bedeutung. Bei Neurotransmittern handelt es sich um Botenstoffe, die in den Nervenzellen gespeichert und bei deren Erregung freigesetzt werden. Sie leiten die Signale, wie eine Aktivierung, oder auch Hemmung an Organe wie Blutgefäße, Herz, Magen-Darm-Trakt oder an das Herz weiter. Das Serotonin ist einer dieser Botenstoffe. Eine Störung des Serotonin-Gleichgewichts im Gehirn, wird als ein möglicher Auslöser für eine Migräne gesehen.

Genetische Ursachen

Endgültig geklärt sind die Ursachen der Migräne zwar noch nicht, jedoch spielen scheinbar Durchblutungsstörungen im Gehirn eine Rolle. Auch genetische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen, da Migräne oft familiär gehäuft auftritt. Dafür sprechen auch verschiedene Zwillingsstudiien. Mittlerweile konnten Wisschenschaftler bei einer Sonderform der Migräne, der famliären hemiplegischen Migräne, das verantwortliche Gen auf dem Chromosom 19 ermitteln.

Auslösefaktoren – Triggerfaktoren

Es gibt individuell, verschiedene Faktoren, die eine Migräneattacke auslösen können. Mögliche Migräne Ursachen sind unter anderem:

• Schlafmangel

• Seltener Nahrungsmittel wie Schokolade, Rotwein und verschiede Käsesorten

• Allgemeine Ernährung, auf die der Betroffene empfindlich reagiert

• Starke körperliche Belastung

• Nikotin (Aktiv- und Passivrauchen)

• Alkohol

• Hormonelle Schwankungen (Menstruation, Schwangerschaft, hormonelle Verhütungsmittel)

• Stress, Ungleichgewicht der Seele

• Grelles Licht

Meist wissen Patienten die unter Migräne leiden selbst, welche Trigger bei ihnen für Migräne verantwortlich sind. Wem seine Ursachen noch nicht bekannt sind, der kann mit Hilfe eines Kopfschmerzkalenders ziemlich gut herausfinden, welche persönlichen Auslöser bei ihm die Migräneattacken verursachen.

Der Migräne Generator im Kopf bestimmt uns

Der so genannte Migräne Generator wird als weitere Theorie gesehen. Demnach soll die Ausbildung des Migräne Kopfschmerzes in erster Linie auf das Anspringen eines zentralen Migräne Generators im Hirnstamm zurückgeführt werden. Es kommt zu einer Übererregbarkeit einer bestimmten Hirnregion, des so genannten Trigeminuskerns.

Die Nervenfasern, die die Blutgefäße in der Hirnbasis versorgen, entzünden sich lokal. Aufgrund dessen wird die Gefäßwand für bestimmte Stoffe durchlässig und Substanzen treten aus den Blutgefäßen in das umgebende Gewebe aus und reisen dort die Schmerzrezeptoren des Trigeminusnervs und der Trigeminuskern wird weiter erregt. Da sich dadurch das System immer weiter hochschaukelt, verstärkt sich der Migräneschmerz sehr schnell.

Wer häufig unter Kopfschmerzen leidet, insbesondere unter Migräneattacken, mit Übelkeit und Erbrechen, sollte den Kontakt zu einem Arzt suchen. Dieser kann eine Diagnose über die vorliegende Form der Kopfschmerzen stellen, Informationen zu diesem Thema geben und Fragen beantworten. Nur wenn die Symptome richtig gedeutet werden kann auch eine weitere Behandlung eingeleitet werden. Anschließend wird er eine geeignete Behandlung und Therapie einleiten, die das Leben des Patienten wieder erleichtern wird. Auch durch Akupunktur lässt sich der Kopfschmerz gut behandeln.



 

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